In Spanien war es der Philosoph José Ortega y Gasset, der 1911 in einem Artikel auf die Psychoanalyse aufmerksam machte und die erste spanische Übersetzung der Werke Sigmund Freuds initiierte. Die siebzehn Bände der Obras Completas erschienen zwischen 1922 und 1932. Der erste Psychoanalytiker Spaniens war der in Bilbao geborene und in Buenos Aires aufgewachsene Psychiater Angel Garma, der seine psychoanalytische Ausbildung bei Theodor Reik in Berlin erhalten hatte und 1932 Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft wurde. Von 1931 an lebte er in Madrid und war für die nächsten fünf Jahre der einzige Therapeut und Lehranalytiker Spaniens.
Der Institutionalisierung der Psychoanalyse in Spanien standen der Spanische Bürgerkrieg und das sich anschließende faschistische Regime Francos entgegen. Angel Garma emigrierte 1936 nach Frankreich und zwei Jahre später nach Argentinien, wo er 1942 die Asociación Psicoanalítica Argentina mitgründete. Die spanische Psychiatrie blieb in den Händen antifreudianischer und reaktionärer Ärzte wie Lopez Ibor. Dies änderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht. Die Psychiatrie unter Franco orientierte sich an organmedizinischen Konzepten und ordnungspolitischen Vorgaben, während das in Madrid beheimatete katholische Opus Dei einen Feldzug gegen das "jüdisch-freimaurerische Komplott" der Psychoanalyse führte.
Trotz des feindseligen Klimas war die Lehre Freuds im frankistischen Spanien jedoch nicht verboten. 1948 wandten sich der Garma-Schüler Jerónimo Molina Nuñez und der Psychiater Ramón del Portillo an die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft, um mit ihrer Unterstützung eine spanische psychoanalytische Vereinigung aufzubauen. Am Gründungstreffen im Jahr 1950 nahmen die deutsche Psychoanalytikerin Margarete Steinbach, Ramón del Portillo, María Teresa Ruiz und Rodriguez Delgado teil. Margarete Steinbach ließ sich in Madrid nieder und führte bis zu ihrem Tod 1954 die Lehranalysen mit den Mitgliedern der Gruppe durch. Die Madrider Gruppe und eine zweite aus Barcelona formierten sich 1953 zur Asociación Psicoanalítica Española, die 1954 vom spanischen Innenministerium genehmigt wurde.
In Portugal gab es bis in die 1950er Jahre keine psychoanalytische Bewegung. Da die Lage hier unter Salazar ähnlich war wie im frankistischen Spanien, gründeten portugiesische und spanische AnalytikerInnen - darunter Pedro Luzes und Francisco Alvim aus Lissabon (beide in Genf ausgebildet), Pere Folch, Pere Bofill, Núria Abelló und Julia Corominas aus Barcelona sowie José Rallo, Jesusa Pertejo und Carolina Zamora aus Madrid - 1956 eine gemeinsame psychoanalytische Gesellschaft, die Sociedad Luso-Española de Psicoanálisis (SLEP), die 1959 Mitglied der IPA wurde. 1966 bildeten die Portugiesen eine eigene Gesellschaft, die Sociedade Portuguesa de Psicanálise (S.P.P), die erst 1981 die Vollmitgliedschaft in der IPA erlangte. In Spanien trat die Sociedad Española de Psicoanálisis (SEP) die Nachfolge der SLEP an.
In den 1970er Jahren verbesserte sich die Situation der Psychoanalyse in Spanien wie in Portugal. Mit Francos Tod 1975 und der portugiesischen Nelkenrevolution 1974 brach in beiden Ländern eine Ära der politischen Demokratisierung und kulturellen Liberalisierung an. 1971 entstand in Barcelona ein erstes, kleinianisch orientiertes psychoanalytisches Lehrinstitut, später in Madrid das Instituto de Psicoanálisis de Madrid. 1973 bildeten die Madrider eine eigene psychoanalytische Vereinigung, die Asociación Psicoanalítica de Madrid (A.P.M), die 1981 als Vollmitglied von der IPA anerkannt wurde. Ein seit 1962 in Madrid bestehendes Institut für Psychosomatik - ab 1975 Instituto de Estudios Psicosomáticos y Psicoterapia Médica - sorgte für die Verbreitung psychoanalytischen Denkens in Medizinerkreisen. In Figueres wurde 1977 ein Wilhelm-Reich-Institut ins Leben gerufen.
Verstärkung erhielten die iberischen Psychoanalytiker aus Lateinamerika, so zum Beispiel durch die Argentinier León und Rebeca Grinberg, die 1976 vor dem Terror-Regime Videlas nach Spanien emigrierten. Durch die lateinamerikanischen Psychoanalytiker entfaltete sich besonders die Lehre Jacques Lacans in Spanien. Der argentinische Philosoph Oskar Masotta, der sich 1976 in Barcelona niederließ, gründete dort 1977 das lacanianische Lehrinstitut Biblioteca Freudiana de Barcelona.
Die freudianischen Gruppen in Madrid und Barcelona wiesen in den 1990er Jahren an die hundert Mitglieder auf, die portugiesische S.P.P ca. dreißig Mitglieder, die bis 2004 auf 52 anwuchsen. 2005 zählte die SEP in Barcelona 87 Mitglieder und 53 Kandidaten. Seit 1984 gibt das Instituto de Psicoanálisi de Barcelona die katalanischsprachige Zeitschrift Revista Catalana de Psicoanálisis heraus, 1996 kam Temas de Psicoanálisis in spanischer Sprache hinzu. Die von der APM herausgegebene Revista de Psicoanálisis de Madrid erscheint seit 1985, ebenso wie die Revista Portuguesa de Psicanálise der S.P.P. Seit 1989 veranstalten die S.P.P aus Lissabon, die SEP aus Barcelona und die APM aus Madrid alle zwei Jahre einen iberischen Kongress und geben gemeinsam das Jahrbuch Annuario Ibérico de Psicoanálisis heraus.