Psychoanalytikerinnen. Biografisches Lexikon

Psychoanalytikerinnen in Lateinamerika

Geschichte

Arminda Aberastury
Lygia Alcântara do Amaral
Luisa Gambier de Alvarez de Toledo
Madeleine Baranger
Helena Besserman Vianna
Virginia Bicudo
Silvia Bleichmar
Erika Bondiek de Guzmán
Iracy Doyle
Amapola González de Gaytán
Elizabeth Goode de Garma
Rebeca Grinberg (Spanien)
Anna Kattrin Kemper
Paulina Kernberg (USA)
Adelheid Koch
Marie Langer
Inaura Carneiro Leão
Zaira Bittencourt Martins
Betty Milan
Marialzira Perestrello
Estela Galván de Remus
Ruth Riesenberg Malcolm (Großbritannien)
Marcelle Spira (Schweiz)
Matilde Wencelblat de Rascovsky
Frida Zmud

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In ihrem Buch Não conte a ninguém [Sagen Sie es niemandem] berichtete Besserman Vianna, die auch Mitglied der International Society for the History of Psychiatry and Psychoanalysis war, ausführlich über den Fall Lobo-Cabernite und die Haltung der psychoanalytischen Organisationen angesichts von Diktatur und Folterung. Sie verfasste außerdem zusammen mit Teresa Pinheiro das Buch As bases do amor materno zum Leben und Werk von Margarethe Hilferding, dem ersten weiblichen Mitglied der WPV.



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Silvia Bleichmar, die 2006 den Premio Konex de Platino für Psychologie erhielt, starb im Alter von 62 Jahren an Krebs.



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Mehrmals reiste sie nach London, um sich bei der British Psycho-Analytical Society weiterzubilden und an Seminaren von Melanie Klein und Hanna Segal teilzunehmen. Sie ließ sich von Herbert Rosenfeld analysieren und lernte bei Esther Bick die Methode der Kinderbeobachtung, die sie dann in der APCh einführte. Zu ihren Analysandinnen zählten in den 1970er Jahren Liliana Pualuán, Elena Castro und Carmen Noemi.



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1956 bewarb sie sich mit einer Arbeit über weibliche Homosexualität, Contribuição ao estudo da homossexualidade feminina, um den Lehrstuhl für Psychiatrie an der Universidade do Brasil. Im gleichen Jahr setzte der Tod dem Wirken Iracy Doyles ein vorzeitiges Ende: sie starb an einer Enzephalitis.
Iracy Doyle veröffentlichte vier Bücher, darunter Introdução à medicina psicológica, eine Einführung in die psychoanalytisch orientierte Psychiatrie, und ungefähr sechsunddreißig Aufsätze in internationalen Fachzeitschriften. Außerdem übersetzte sie Erich Fromms Psychoanalysis and Religion ins Portugiesische. In Portugal wurde eine Straße nach ihr benannt: die "Rua Doutora Iracy Doyle" in Cascais bei Lissabon.



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Gemeinsam mit ihrem Analysanden Hélio Pellegrino rief sie die "Psychodynamischen Treffen" ins Leben, wo in öffentlicher Sitzung psychoanalytische Hilfe geleistet wurde, und gründete 1973 in Rio de Janeiro die Clinica Social de Psicanálise zur Behandlung minderbemittelter Patienten.


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1981 beteiligte sie sich in Nicaragua am Aufbau einer von den regierenden Sandinisten unterstützten gemeindenahen medizinisch-psychiatrischen Versorgung (Salud mental). Ein Jahr vor ihrem Tod reiste sie nach Kuba, wo sie Fidel Castro traf und ein psychoanalytisches Kolloquium organisierte.
Marie Langer starb im Alter von 77 Jahren in Buenos Aires an Lungenkrebs.


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Obwohl Laienanalytikerin, war Zaira Bittencourt Martins eine einflussreiche Vertreterin der kleinianischen Kinderanalyse in Brasilien. Neben den Theorien Melanie Kleins übernahm sie auch Ansätze von Donald Winnicott, Frances Tustin und Margaret Mahler. Seit Anfang der 1960er Jahre koordinierte sie eine Studiengruppe zur Kinderanalyse in der SPPA und kontrollierte als Supervisorin des SPPA-Lehrinstituts die Fälle der ersten Generation von KinderanalytikerInnen.
Zaira Martins starb im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Herzoperation.



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© 2007-2012 Brigitte Nölleke