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Elise Snyder Teresa Yuan |

Elise Snyder, die Präsidentin der China American Psychoanalytic Alliance (CAPA), wuchs in New York als Tochter des Rechtsanwalts Harry Wechsler auf. Ihre Mutter Dora Wechsler war Buchhalterin. Mit vierzehn entdeckte sie in einer Leihbücherei der Bronx die Werke Sigmund Freuds, mit sechzehn machte sie ihre erste Analyse. Sie studierte am Medical College der Columbia-Universität, wo sie 1958 den MD erwarb, und spezialisierte sich als Psychiaterin. Ihre psychoanalytische Ausbildung absolvierte sie am Western New England Institute for Psychoanalysis und wurde Mitglied der American Psychoanalytic Association (APsaA).
Noch während ihres Studiums heiratete Elise Wechsler den Medizinprofessor Arthur Snyder, von dem ihre beiden Töchter stammen. Später ließ sie sich scheiden, um Victor Rosen (1911-1973), ihren ehemaligen Analytiker, zu heiraten. Als sie ihn nach siebenjähriger Ehe verließ, beging Rosen Selbstmord. Elise Snyders dritter Mann war Kunsthistoriker. 1986 lernte sie Michael Holquist kennen, Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft und Slavistik an der Yale University, mit dem sie seit 1999 verheiratet ist.
2001 nahm Elise Snyder anlässlich einer Tagung in Peking Kontakt zu einer Gruppe von Professoren und Studenten aus Chengdu auf, die großes Interesse an der Psychoanalyse zeigten. Im darauf folgenden Jahr gründete Snyder die China American Psychoanalytic Alliance, um die Ausbildung chinesischer Psychiater und Psychologen durch amerikanische Analytiker_innen zu organisieren.
Seitdem führt die CAPA unter Elise Snyders Leitung Ausbildungsanalysen mit chinesischen KandidatInnen per Skype durch. An einer 2008 von der CAPA gestarteten zweijährigen Ausbildung in psychoanalytischer Psychotherapie beteiligten sich StudentInnen aus über zehn Städten in China.
Elise Snyder lebt heute in Lower East Side, New York, und lehrt als Associate Clinical Professor für Psychiatrie an der Yale University School of Medicine in New Haven. Ein- bis zweimal im Jahr verbringt sie einen Monat in China, um Vorlesungen und Supervisionen abzuhalten.

Teresa Ana Yuan ist eine in Argentinien geborene Psychonalytikerin mit chinesischem Hintergrund. Ihr Vater stammte aus Kwangton in China und war 1929 nach Argentinien emigriert, ihre Mutter kam aus Syrien. Teresa Yuan studierte Psychologie in Buenos Aires und war von 1980 bis 1986 im Department für Medizinische Psychologie der Universidad de Buenos Aires tätig. Ihre psychoanalytische Ausbildung erhielt sie am Angel-Garma-Institut, dem Lehrinstitut der Asociación Psicoanalítica Argentina (APA). Sie ist Mitglied und Lehranalytikerin der APA und lebt in Buenos Aires.
1995 kam Teresa Yuan erstmals nach China, um psychoanalytische Psychotherapie am Child Psychiatric Institute der Medical University und am Anding Psychiatric Hospital in Peking zu lehren. Von 1997 bis 2000 war sie die Vertreterin Chinas im Asien-Komitee der International Psychoanalytical Association (IPA), wo sie von 2000 bis 2001 die China Division leitete. Ab 2002 veranstaltete sie an dem von Yang Yunping geleiteten Department für Klinische Psychologie im Anding Psychiatric Hospital die ersten psychoanalytischen Ausbildungsseminare für chinesische Psychiater und Psychotherapeuten. Weitere Seminare folgten in Xian, Hongkong und Taiwan.
Teresa Yuans wissenschaftliches Interesse gilt besonders der Psychoanalyse unter verschiedenen kulturellen und sprachlichen Bedingungen.